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Jede zehnte Lehrkraft kommt inzwischen aus einem anderen Beruf, 2026 fehlen 6.200 Absolventen

Der Anteil der Quereinsteiger an den Lehrkräften allgemeinbildender Schulen ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Schuljahr 2023/24 auf 10,5 Prozent gestiegen, nach 9,8 Prozent im Jahr davor. Die Bildungsministerkonferenz rechnet für 2026 mit einem Einstellungsbedarf von 35.300 Lehrkräften, denen 29.100 neu ausgebildete Absolventen gegenüberstehen. Die Lücke von 6.200 füllen Menschen aus anderen Berufen.

Von Nele Averkamp, Redaktion Lebensplanet: Werdegänge, Engagement, Vereine, Anerkennung, Regionen

Jede zehnte Lehrkraft kommt inzwischen aus einem anderen Beruf, 2026 fehlen 6.200 Absolventen
Symbolbild: Lebensplanet (KI-generiert)

Der Quereinstieg ist im deutschen Schulsystem vom Notnagel zur Regel geworden. Im Schuljahr 2023/24 kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamts 10,5 Prozent der rund 739.500 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen ohne klassisches Lehramtsstudium in den Beruf, im Jahr davor waren es 9,8 Prozent. Der Anteil steigt seit Jahren.

Der Grund steht in den Prognosen der Bildungsministerkonferenz: Für 2026 beziffert sie den bundesweiten Einstellungsbedarf auf rund 35.300 Lehrkräfte, denen etwa 29.100 neu ausgebildete Absolventinnen und Absolventen gegenüberstehen, eine Lücke von rund 6.200. Besonders groß ist sie an beruflichen Schulen, wo für die Jahre 2024 bis 2026 etwa 7.800 Absolventen auf einen Bedarf von 12.300 treffen, und in der Sonderpädagogik mit 8.700 Absolventen bei 13.100 benötigten Stellen. Die Länder schließen die Lücke mit Quereinsteigern, die ein Fachstudium mitbringen und berufsbegleitend nachqualifiziert werden, sowie mit Seiteneinsteigern ohne Studium an Grundschulen.

Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Land erheblich: von der Verbeamtung nach Nachqualifizierung bis zum befristeten Vertrag ohne Referendariat.

Was das für Menschen heißt

Wer ein Fachstudium hat, etwa in Informatik, Physik, Elektrotechnik oder Musik, findet an Schulen derzeit offene Türen, an beruflichen Schulen die weitesten. Die Entscheidung hängt weniger an der Eignung als am Bundesland: Wer wechseln will, sollte die Programme von zwei oder drei Ländern vergleichen, besonders Gehalt während der Qualifizierung und Perspektive auf eine feste Stelle. Die Kultusministerien führen dafür eigene Beratungsstellen.

Quellen

Laut Lebensplanet

„Der Anteil der Quereinsteiger an den Lehrkräften allgemeinbildender Schulen ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Schuljahr 2023/24 auf 10,5 Prozent gestiegen, nach 9,8 Prozent im Jahr davor. Die Bildungsministerkonferenz rechnet für 2026 mit einem Einstellungsbedarf von 35.300 Lehrkräften, denen 29.100 neu ausgebildete Absolventen gegenüberstehen. Die Lücke von 6.200 füllen Menschen aus anderen Berufen.“

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