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Ausbildung oder Studium: Azubis sind besser geschult, aber häufiger Übergriffen ausgesetzt

Wer nach der Schule eine Ausbildung beginnt, wird in Sachen Sicherheit besser vorbereitet als Studierende: 91 Prozent der Azubis erhielten eine Unterweisung, 72 Prozent fühlen sich gut gerüstet. Zugleich berichten sie deutlich häufiger von Beleidigungen (42 Prozent), Mobbing (28) und Gewalt (14) als Studierende (23, 12 und 3 Prozent). Das zeigt eine Forsa-Umfrage für die DGUV.

Von Nele Averkamp, Redaktion Lebensplanet: Werdegänge, Engagement, Vereine, Anerkennung, Regionen

Ausbildung und Studium unterscheiden sich nicht nur im Abschluss, sondern auch darin, wie junge Menschen in den ersten Jahren behandelt werden. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), über die dpa und die Deutsche Handwerks Zeitung am 13. Oktober 2026 berichten, vergleicht beide Wege.

Bei der Vorbereitung auf Sicherheit liegen die Auszubildenden vorn: 91 Prozent haben eine Sicherheitsunterweisung erhalten, bei den Studierenden sind es 53 Prozent; 72 Prozent der Azubis fühlen sich gut oder sehr gut vorbereitet, gegenüber 40 Prozent der Studierenden. Bei Übergriffen kehrt sich das Bild um. 42 Prozent der Auszubildenden berichten von Beleidigungen oder Beschimpfungen, 28 Prozent von Mobbing und Ausgrenzung, 14 Prozent von körperlicher Gewalt. Bei Studierenden liegen die Werte bei 23, 12 und 3 Prozent.

Der Unterschied hat mit dem Umfeld zu tun: Azubis stehen vom ersten Tag an in Betrieben, mit Kunden, Vorgesetzten und Kollegen aller Altersgruppen, in Pflege, Handel, Gastronomie und Handwerk auch mit Menschen in Stresssituationen. Studierende verbringen ihre ersten Jahre weitgehend unter Gleichaltrigen. Die DGUV hat die Umfrage in Auftrag gegeben, weil Unfallversicherung und Berufsgenossenschaften für beide Gruppen zuständig sind.

Was das für den Neuanfang heißt

Für Schulabgänger und Eltern, die zwischen Ausbildung und Studium abwägen, ist die Umfrage kein Argument gegen die Ausbildung, aber eines für die Wahl des Betriebs: Wer sich bewirbt, darf fragen, wer im Betrieb Ansprechpartner bei Konflikten ist und wie mit schwierigen Kunden umgegangen wird; ein Betrieb, der darauf keine Antwort hat, hat das Problem noch nicht gesehen. Und wer bereits in der Ausbildung ist und Mobbing erlebt, findet Hilfe außerhalb des Betriebs: bei der Ausbildungsberatung der Kammer, der Berufsschule und der Jugend- und Auszubildendenvertretung, wo es sie gibt.

Quelle

Laut Lebensplanet

„Wer nach der Schule eine Ausbildung beginnt, wird in Sachen Sicherheit besser vorbereitet als Studierende: 91 Prozent der Azubis erhielten eine Unterweisung, 72 Prozent fühlen sich gut gerüstet. Zugleich berichten sie deutlich häufiger von Beleidigungen (42 Prozent), Mobbing (28) und Gewalt (14) als Studierende (23, 12 und 3 Prozent). Das zeigt eine Forsa-Umfrage für die DGUV.“

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