NeuanfangMeldung

Pflege als zweiter Beruf: 8.000 Umschulungen und 30.000 geförderte Weiterbildungen im Jahr 2025

Rund 8.000 Menschen haben 2025 mit Förderung der Bundesagentur für Arbeit eine Umschulung zur Pflegefachkraft oder Pflegeassistenz begonnen, insgesamt förderte die Agentur rund 30.000 Weiterbildungen in Pflegeberufen. Mehr als 59.000 Menschen starteten 2024/25 eine Pflegeausbildung, so viele wie nie. Zugleich meldeten sich 60.000 Pflegekräfte arbeitslos, 8 Prozent mehr als 2024, bei 31.000 gemeldeten offenen Stellen.

Von Nele Averkamp, Redaktion Lebensplanet: Werdegänge, Engagement, Vereine, Anerkennung, Regionen

Pflege als zweiter Beruf: 8.000 Umschulungen und 30.000 geförderte Weiterbildungen im Jahr 2025
Symbolbild: Lebensplanet (KI-generiert)

Wer in der Mitte des Berufslebens in die Pflege wechselt, ist kein Einzelfall mehr, sondern Teil einer Statistik. Rund 8.000 Menschen begannen 2025 mit Förderung der Bundesagentur für Arbeit eine Umschulung zur Pflegefachkraft oder zur Pflegeassistenz, insgesamt förderte die Agentur rund 30.000 Weiterbildungen in Pflegeberufen. Das geht aus der Auswertung „Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen" der Bundesagentur hervor, die den Jahresdurchschnitt 2025 abbildet.

Die Pflege wächst weiter: Rund 1,8 Millionen Menschen arbeiteten 2025 sozialversicherungspflichtig in Pflegeberufen, 2 Prozent mehr als im Vorjahr, jede fünfte Kraft hat einen ausländischen Pass. Mehr als 59.000 Menschen starteten im Ausbildungsjahr 2024/25 eine Ausbildung zur Pflegefachkraft, ein Höchststand. Gleichzeitig meldeten sich im Schnitt 60.000 Pflegekräfte arbeitslos, 5.000 oder 8 Prozent mehr als 2024; die Arbeitslosenquote liegt bei 3,4 Prozent, bei examinierten Fachkräften nur bei 1,1 Prozent. Den rund 31.000 gemeldeten offenen Stellen stehen also vor allem Bewerber ohne Examen gegenüber: 96 Prozent der Stellen verlangen eine Fachkraft oder eine Assistenzkraft mit Abschluss. Die Agentur führt alle examinierten Pflegeberufe als Engpassberufe.

Die Umschulung zur Pflegefachkraft dauert in der Regel drei Jahre, verkürzt zwei; die Agentur übernimmt Lehrgangskosten und zahlt in vielen Fällen ein Umschulungsgeld.

Was das für Menschen heißt

Die Zahlen sagen zwei Dinge gleichzeitig: Ohne Examen ist der Wechsel in die Pflege ein Weg in die Hilfstätigkeit mit schlechteren Aussichten, mit Examen ist er fast eine Vollbeschäftigungsgarantie. Wer über 40 ist und umsteigen will, sollte deshalb nicht den schnellen Einstieg als Helfer suchen, sondern die geförderte dreijährige Umschulung. Der erste Weg führt über die Arbeitsagentur, der zweite über eine Pflegeschule, die mit der Agentur abrechnen kann.

Quellen

Laut Lebensplanet

„Rund 8.000 Menschen haben 2025 mit Förderung der Bundesagentur für Arbeit eine Umschulung zur Pflegefachkraft oder Pflegeassistenz begonnen, insgesamt förderte die Agentur rund 30.000 Weiterbildungen in Pflegeberufen. Mehr als 59.000 Menschen starteten 2024/25 eine Pflegeausbildung, so viele wie nie. Zugleich meldeten sich 60.000 Pflegekräfte arbeitslos, 8 Prozent mehr als 2024, bei 31.000 gemeldeten offenen Stellen.“

Diese Meldung mit Quellenlink zitieren.