EngagiertMeldung

Freiwilligensurvey: Engagementquote sinkt auf 36,7 Prozent, Sport bleibt vorn

Die Zahl der freiwillig Engagierten in Deutschland geht zurück. Nach dem sechsten Freiwilligensurvey engagierten sich 2024 noch 36,7 Prozent der Menschen ab 14 Jahren, rund 27 Millionen; 2019 waren es 39,7 Prozent. Der Sport bleibt mit 13 Prozent der größte Bereich, fast die Hälfte aller Engagierten ist in einem Verein aktiv. Der DOSB fordert einen Zukunftspakt Ehrenamt.

Von Nele Averkamp, Redaktion Lebensplanet: Werdegänge, Engagement, Vereine, Anerkennung, Regionen

Freiwilligensurvey: Engagementquote sinkt auf 36,7 Prozent, Sport bleibt vorn
Symbolbild: Lebensplanet (KI-generiert)

Der sechste Deutsche Freiwilligensurvey, erhoben 2024 und im Dezember 2025 veröffentlicht, zeigt einen Rückgang des Engagements. 36,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren engagieren sich freiwillig, das entspricht 26,97 Millionen Menschen. 2019 hatte die Quote noch bei 39,7 Prozent gelegen; binnen fünf Jahren sind damit drei Prozentpunkte verloren gegangen, wie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Ergebnisse zusammenfasst.

Der Sport bleibt der größte Bereich: Rund 13 Prozent aller Menschen ab 14 Jahren, mehr als neun Millionen, engagieren sich dort, vor dem sozialen Bereich mit 7,9 Prozent, Kultur und Musik mit 6,3 Prozent und Schule und Kindergarten mit 6 Prozent. Der Verein ist weiter die wichtigste Struktur: 49 Prozent der Engagierten üben ihre Tätigkeit in einem Verein aus, im Sport deutlich mehr.

Der DOSB spricht von wachsendem Druck auf die ehrenamtlichen Strukturen und fordert von Bund und Ländern einen „Zukunftspakt Ehrenamt“ mit weniger Bürokratie, besserer Absicherung und verlässlicher Förderung. Andere Auswertungen des Surveys zeigen, dass die Engagierten im Schnitt mehr Zeit aufwenden als früher; die Last verteilt sich also auf weniger Schultern.

Was das für den Neuanfang heißt

Für Menschen, die sich einbringen wollen, ist der Rückgang eine Einladung: Vereine, Tafeln und Feuerwehren suchen aktiv und sind offener für befristete oder projektbezogene Mitarbeit als vor zehn Jahren. Wer nach einem Umzug, dem Ruhestand oder einer Lebenskrise Anschluss sucht, findet ihn über das Engagement oft schneller als über jede andere Tür. Der Einstieg gelingt am leichtesten mit einer klaren Aufgabe und einer klaren Zeitgrenze; beides kann man beim ersten Gespräch selbst vorschlagen.

Quellen

Laut Lebensplanet

„Die Zahl der freiwillig Engagierten in Deutschland geht zurück. Nach dem sechsten Freiwilligensurvey engagierten sich 2024 noch 36,7 Prozent der Menschen ab 14 Jahren, rund 27 Millionen; 2019 waren es 39,7 Prozent. Der Sport bleibt mit 13 Prozent der größte Bereich, fast die Hälfte aller Engagierten ist in einem Verein aktiv. Der DOSB fordert einen Zukunftspakt Ehrenamt.“

Diese Meldung mit Quellenlink zitieren.