Probleme

Probleme als notwendiger Teil des Lebens

Das Leben ist ein Problem.

In der heutigen Zeit können wir unser Leben frei nach unseren Wünschen gestalten.

Wir haben die Freiheit, das zu tun, wonach uns gerade ist.

Wir machen Pläne und starten voller Tatendrang.

Doch irgendwas kommt immer dazwischen und am Ende kommt es anders, als erwartet. Der lang ersehnte Termin, der verschoben werden muss.

Die Sportverletzung, die uns am Training hindert.

Der geschlossene Supermarkt am Feiertag.

Wir alle kennen diese vermeintlichen Probleme des Lebens.

Dazu kommen noch diese Art von Problemen, die schwerer wiegen und uns auf den ersten Blick unlösbar scheinen.

Die Probleme vor denen wir gerne davonlaufen würden, um ein Leben ohne diese zu führen. Wie entstehen diese Probleme und wie können wir besser damit umgehen?

Das verrate ich dir jetzt.  

In diesem Artikel lernst du:

  • Warum Probleme in deinem Leben gut für dich sind
  • Wie du den größten Nutzen aus deinen Problemen ziehst
  • Wie du den richtigen Umgang mit deinen Problemen findest

Glück durch Lösung von Problemen

In seinem Buch „Die subtile Kunst des darauf Scheißens“ beschreibt Mark Manson eine gewisse Eigendynamik der Probleme. Er bezeichnet sie als Notwendigkeit im Kreislauf des Lebens. Glück entsteht demnach erst durch die Auseinandersetzung und die Lösung von diesen.

So rät er seinen Lesern niemals auf ein Leben ohne Probleme zu hoffen. Statt dessen solle man lieber auf ein Leben voller guter Probleme hoffen. Ein Gedanke über den es sich lohnt einmal kurz genauer nach zudenken. 

 

 

„Hoffe niemals auf ein Leben ohne Probleme. Hoffe lieber auf ein Leben voller guter Probleme.“

                                                        (Mark Manson)   

 

   Die Bereitschaft sich seinen Probleme zu stellen gibt uns Menschen eine große Kraft und das Gefühl von Selbstwirksamkeit. Wenn wir merken, dass wir die Dinge selbst in der Hand haben und verändern können, gibt uns das ein gutes Gefühl. Darin liegt ein großes Potential für unseren Umgang mit problematischen Situationen. Probleme wird es immer geben. Die erste der vier edlen Wahrheiten aus dem Buddhismus besagt, dass das Leben eine Form von Leiden ist. 

   Wir können davor weglaufen und die Probleme als solches erst gar nicht erst. Wir können uns weigern, davon zu sprechen oder nicht darüber nachdenken. Doch davon werden die Probleme nicht gelöst. Manchmal erledigen sich die Dinge von selbst, doch in den meisten Fällen verläuft das Leben nicht linear.

   Die Welt, die wir uns erschaffen haben ist zu komplex. Es sind zu viele Personen daran beteiligt, als dass wir fortwährend unsere Pläne verfolgen können. Die meisten Umstände und Zufälle können wir nicht beeinflussen. Ein wunderbarer Nährboden für zukünftige Schwierigkeiten auf unserem Weg.

„Die meisten Umstände und Zufälle können wir nicht beeinflussen. Ein wunderbarer Nährboden für zukünftige Schwierigkeiten auf unserem Weg.“

   So tappen wir oft in die Falle uns über die Probleme zu beschweren. Wir stellen unser eigenes Glück an erste Stelle und halten unser Wohlbefinden für die wichtigste Sache auf der Welt. Oft gehen wir davon ausgehen, dass die Probleme andere Menschen treffen werden und hoffen, dass wir verschont bleiben.

   Wir beanspruchen ein Leben ohne Probleme auf der völlig haltlosen Grundlage unseres eigenen Egos. Doch dann kommt das Leben dazwischen und reißt uns aus dieser selbst erschaffenen Vorstellung. 

   Selbst dann sind wir meist zu stolz dazu uns aus unserer Gedankenwelt zu befreien. Wir suhlen uns regelrecht in unserer Komfortzone. Nachdenken ist einfach. Es bedarf keinerlei Handlungen und wir sind unsere eigenen Herren in dieser Vorstellung. Dass darin auch ein unglaublich großes Potential steckt, erzähle ich dir in einem weiteren Artikel noch einmal genauer.

   Gefährlich wird es aber dann, sobald wir anfangen Mitleid mit uns zu haben, und es als ungerecht empfinden, dass uns dieses oder jenes an den Kopf geworfen wird. Wenn wir es als ungerecht empfinden, dass wir uns mit diesem oder jenem auseinandersetzen müssen.

   Wenn wir nicht wahrhaben wollen, dass uns dieses oder jenes wiederfahren ist, anstatt zu akzeptieren, dass ein Probleme nur aus einem einzigen Grund in unser Leben gekommen ist: Damit wir wachsen! Damit wir eine bessere Version unserer selbst werden und uns täglich von neuem anspornen.

   Wenn wir dies einmal verstanden haben, können wir akzeptieren, dass wir die Wahl haben welchen Problemen wir unsere Aufmerksamkeit und Energie schenken. Was können wir also nun konkret tun, um solchen Problemen des Lebens entgegenzutreten?  

   Der amerikanische Erfolgsautor Dale Carnegie stellt dazu folgendes fest:

„In den meisten Fällen brauchen wir nur unseren Blickwinkel zu verändern, und der Ärger über Kleinigkeiten verschwindet.“

(Dale Carnegie)

   Auch Perikles, der vor über 2000 Jahren führende Staatsmann in Athen stellte schon damals fest:

„Hören Sie, meine Herren, wir beschäftigen uns zu lange mit Nebensächlichkeiten.“

  Regst du dich über Kleinigkeiten auf, die auf lange Sicht keine Rolle spielen ? Ich verrate dir jetzt eine Methode, mit welcher du deine Sicht auf die Dinge im Handumdrehen ändern kannst.

   Wenn dich das nächste mal eine Situation aufregt und du merkst, dass du dich darüber ärgerst stelle dir folgenden Frage: „Was für eine Rolle spielt diese Situation in deinem Leben in fünf Jahren?“ In 99,9 Prozent der Fälle wirst du die Frage mit „keine“ beantworten.

   Wir können die Probleme als notwendigen Teil unseres Lebens akzeptieren und entscheiden wofür wir unsere Energie einsetzten. Dadurch erhalten wir das Gefühl zurück, dass wir wieder die Kontrolle über unser Leben haben. Wir wählen unsere Probleme selbst.

Probleme als gemeinsamer Nenner

   Wie ist das denn mit den Menschen die angeblich keine Probleme haben ? Wir bekommen nicht immer mit, wenn das vermeintliche Supermodel Essstörungen hat oder erfolgreiche Menschen einem Burnout erliegen. Unsere Gesellschaft hat mehr Interesse an ihrem eigenen Zusammenhalt, als das sie auf die Bedürfnisse des Einzelnen achtet.

   So haben wir uns eine Erfolgskultur geschaffen, die durch soziale Medien, Fernsehen und Co. noch verstärkt wird. Wir sehen meist nur die Erfolge und Auszeichnungen der anderen. Der Privatmensch dahinter bleibt verborgen.

   Wenn wir nicht aufpassen, vergleichen wir unsere schlimmsten Momente mit ihren besten. Dieses Bild verzerrt die Wirklichkeit und schafft eine große Erwartungshaltung an uns, die wir nicht erfüllen können. Dies ist nicht unsere Aufgabe. Unsere Aufgabe ist es, für sich selbst zu sorgen, ohne dabei das große Ganze aus dem Blick zu verlieren.

   Hättest du keine Probleme in deinem Leben, würdest du ziemlich schnell stagnieren. Manche Menschen gehen in solch einer Leere soweit, dass sie sich ihre Problem künstlich erschaffen. Die plastische Chirurgie verdankt einen Großteil ihres Gewinns diesem Umstand. 

   Sei froh über deine Probleme. Umarme sie und rufe dir täglich in Erinnerung, dass dies zum Grundverständnis eines guten Leben gehört. Damit hast du ein wirkungsvolles Werkzeug erschaffen, das du jederzeit einsetzen kannst. 

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Bleib am Ball,

bleib groß und stark,

Flo

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