Warum Superman ein Egoist ist

Wir leiden alle an einem Helfersyndrom.

Auch du tappst in die Superman-Falle ohne es zu merken.

Was meine ich, wenn ich von der Superman-Falle spreche?

Die Bibel lehrt uns: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“

Diese zweitausend Jahre alte Weisheit hindert uns nicht daran das Konzept einfach umzudrehen.

In vielen Fällen wollen wir unseren Mitmenschen unserer Hilfe regelrecht aufzwingen.

Und warum tun Menschen das ?

Um sich besser zu fühlen.

Empathie ist ja schließlich eine wichtige Fähigkeit.

Eine Kompetenz die allzu häufig fehlt.

Warum es besser ist keinen Pfifferling auf Empathie zu geben und was das mit einem guten Leben zu tun hat zeige ich dir in diesem Artikel.

In diesem Artikel wirst du lernen:

  • Wie du am besten hilfst ohne in die Superman-Falle zu tappen
  • Welche Gefahr für uns besteht, wenn wir anderen zur Hilfe eilen
  • Eine gesunde Einstellung zu Hilfe gegenüber deinen Mitmenschen zu entwicklen

Hilfe für den eigenen Seelenfrieden

  Im Zusammenleben unserer großen Gemeinschaft kommt es unvermeidlich einmal vor, dass Menschen in eine Notsituation geraten. Der Obdachlose, der dich auf dem Weg zur Arbeit um etwas Kleingeld bittet, die Geschichte von dem Freund, der gerade eine Trennung durchmacht oder ein Notfall in der Familie.

   Solche Situationen appellieren an unser Mitgefühl als Mensch und grundsätzlich helfen wir alle gerne. Es gibt uns selbst ein gutes Gefühl, einem anderen Menschen zu helfen. Doch in manchen Fällen geht die Hilfe, die von uns gefordert wird über das normale Maß an Hilfsbereitschaft hinaus. 

   Ein kleiner Gefallen wird schnell zu einem großen Zeitfresser im eigenen Alltag. Er kann uns selbst daran hindern unsere Ziele zu verfolgen. Versteh mich nicht falsch. Es spricht nichts dagegen, einem Menschen, der in Not geraten ist durch eine kleine Hilfestellung aus der Patsche zu helfen.

   Doch nach der ersten Vorschusshandlung ist der andere wieder an der Reihe und wir sollten die Sache auf sich beruhen lassen.

Dieses Prinzip – auch unter der „Tit for Tat“ Strategie bekannt – entdeckte zum ersten Mal im Jahre 1960 der amerikanische Mathematiker und Biologe Anatol Rapoport.

   Darin beschreibt er die positiven Ergebnisse einer Kooperation aus zwei Personen, die ein solches Vorgehen anwenden. Verhält sich eine Person zu Beginn kooperativ und fährt erst dann fort, wenn eine kooperative Handlung zurück kommt, so konnte er die Interaktion als erfolgreich nachgewiesen. Dies verhindert, dass uns andere Menschen ausnutzen.

„Ein kleiner Gefallen wird schnell zu einem großen Zeitfresser im eigenen Alltag und kann uns selbst daran hindern unsere Ziele zu verfolgen.“

   Wir begehen oft den Fehler, dass wir glauben unsere Hilfe wäre unglaublich wichtig. Das ist reiner Egoismus.

   Wir übersehen uns dabei selbst und am Ende ist keinem geholfen ist. Tue nie mehr als nötig, aber das tue aus vollstem Herzen. Die Heldenrolle steht uns nicht, solange wir keine Ausbildung als Arzt genossen haben oder bei der freiwilligen Feuerwehr sind. Es wäre vermessen zu glauben, wir wären für das Schicksal anderer Menschen verantwortlich.

   Helfe deinen Mitmenschen gerne, aber lasse dir den Erfolg nicht zu Kopf steigen. Manche Menschen opfern sich für ihre Mitmenschen regelrecht auf. Am Ende sind sie enttäuscht, wenn sie keinen Dank erhalten.

   Wenn wir nicht aufpassen ist unser Ego in diesen Momenten so groß, dass wir tatsächlich glauben, wir könnten einen anderen Menschen retten und unseren Seelenfrieden damit erreichen. Dabei fühlen wir uns noch als große Gönner.

   Doch wer gibt uns das Recht für andere Menschen Entscheidungen treffen zu können ? Niemand. Und das ist auch gut so. Verwechsle Hilfe niemals mit Selbstaufopferung. Dies ist gewiss ein Schritt in die falsche Richtung. 

Helfe deinen Mitmenschen gerne, aber lasse dir den Erfolg nicht zu Kopf steigen.

   Vielleicht verspürst du im Alltag manchmal den Drang nach so einer Heldentat. Mache dir bewusst, dass in diesem Moment dein Ego zu dir spricht. Du denkst nicht rational. Stelle den Impuls ab und sieh der Realität ins Auge. Diese Art von Superhelden gibt es nur im Kino.

   Dies ist der schmale Grad, den wir jeden Tag aufs neue austarieren müssen. Denke einmal darüber nach. Gibt es Momente in denen auch du in diese Falle tappst ? Vielleicht hälst du beim nächsten Mal einmal kurz inne. Frage dich ob du gerade wirklich hilfst oder nur deine eigenen Bedürfnisse befriedigst.

   Wenn dir der Artikel gefallen hat, hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder teile ihn. Hast du schon meinen Newsletter abonniert? Als Dankeschön erholst du kostenlos mein erstes ebook. Dort erfährst du auch wöchentlich etwas Neues zum Thema gutes Leben.

Bleib am Ball,

bleib groß und stark,

Flo

Click to rate this post!
[Total: 1 Average: 5]

Categories:

Tags:

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.